Zugewinngemeinschaft

Rechtliches zum Thema Ehevertrag

  1. peter
    Die Zugewinngemeinschaft ist, neben der Gütertrennung und der Gütergemeinschaft, einer der drei gesetzlichen Güterstände. Die Zugewinngemeinschaft muss nicht beantragt werden. Sie tritt automatisch ein, sobald das Paar geheiratet hat und KEINEN Ehevertrag abgeschlossen hat. Hauptmerkmal der Zugewinngemeinschaft ist der Zugewinnausgleich (siehe Ehevertrag).

    Bei der Zugewinngemeinschaft sind beide Ehepartner, im Gegensatz zur Gütergemeinschaft für ihr eigenes Vermögen verantwortlich. Lediglich innerhalb der Ehe, gemeinschaftlich erwirtschaftetes Vermögen, wie etwa beim gemeinsamen Kauf eines Hauses, wird auch gemeinschaftlich verwaltet. Die Eheleute haften nicht für die Schulden des anderen Ehepartners, es sei denn, die Schulden stammen aus gemeinschaftlichem Mitwirken, wie etwa bei der Aufnahme eines Kredits, der von beiden Eheleuten unterschrieben wurde.
    Bei einer Scheidung findet der bereits angesprochene Zugewinnausgleich statt. Dabei wird das gemeinschaftlich aufgebaute Vermögen gerecht unter den Eheleuten geteilt. Damit wird der Ehepartner unterstützt, der innerhalb der Ehezeit weniger verdient hat, etwa weil er sich um den Haushalt oder die Kinder gekümmert und sich damit ebenso um die Versorgung der Familie gekümmert hat.